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2012: Dohle und Rauchschwalbe

DOHLE

Von der Dohle wurden 2012 bisher 41 bis 46 Brutpaare gemeldet. Damit hat sich der Brutbestand in den vergangenen 10 Jahren ein weiteres Mal halbiert. Die meisten Brutpaare, ca. 80 %, wurden im Randbereich des ehemaligen Flughafens Tempelhof und des Flughafens Tegel festgestellt. Dieses Ergebnis dokumentiert die Bedeutung dieser Freiflächen zur Nahrungssuche in Verbindung mit noch zur Brut vorhandenen Schornsteinen in der unmittelbaren Umgebung. Die im Rahmen seiner Masterarbeit "Zusammenhänge zwischen Ernährung, interspezifischer Konkurrenz und Reproduktionserfolg bei Berliner Dohlen" erhaltenen Ergebnisse stellt Enrico Hübner auf dem BOA-Treffen am 15. Mai 2013 vor.

Koordination: Jens Scharon

RAUCHSCHWALBE

Da Rauchschwalben zuletzt vor über zehn Jahren (1999, 2000) von der BOA erfasst wurden (Bericht hierüber in BOB 14, 2004), wurde dazu aufgerufen neuere Daten zur Situation auf dem Stadtgebiet zu erheben. Der bisherige Rücklauf von Erfassungsdaten kann noch nicht als repräsentativ für Berlin angesehen werden. Einzelfunde von Nestern zeigen, dass einige Bereiche Berlins etwas intensiver kontrolliert werden sollten. Der Koordinator schlägt eine weitere Erfassung während der Brutzeit 2013 vor.

Erfassungsmethode für die Rauchschwalbe:
- Zwei bis drei Begehungen
- Phase I - Zeit der ersten Brut - Mitte Mai bis Juni
- Phase II - Zweitbrut - Juli (bis Mitte August)
- Bei zwei Begehungen ist Phase I prioritär
- Phase II vor allem für Nachweise bisher unbekannter oder Bestätigung unregelmäßiger Vorkommen nutzen

Schwerpunkte 2012 war die Überprüfung der Pferdeställe, Erhebung von Daten an den Gewässerrändern sowie die naturschutzfachliche Bewertung des Stegbrut-Potentials.

Koordination: Toni Becker