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2001: Haubentaucher und Haussperling


Haubentaucher - Vogel des Jahres 2001

Mit dem Haubentaucher als Vogel des Jahres 2001 war erstmals ein Wasservogel Sympathieträger für die Verbreitung des Schutzgedankens seines Lebensraumes. Im Rahmen dieser Kampagne wurde vom DDA und vom NABU eine bundesweite Erfassung des Haubentauchers angeregt.
Dabei sollten auf allen relevanten Gewässern bei möglichst 5 Begehungen alle Haubentaucherreviere erfasst werden und alle Beobachtungen in einem Zählbogen und Karten festgehalten werden. Auch nicht systematisch erhobene Daten waren zur Ergänzung willkommen.
In Berlin wurden 249 Revierinhaber festgestellt, davon konnten für 206 Paare Brutnachweise erbracht werden. Der tatsächliche Landesbestand dürfte mit 260 bis 280 BP um etwa ein Drittel höher liegen als der letzte veröffentlichte Schätzwert.

Koordination: Bernhard Schonert

Publikationen:
SCHONERT, B: Ergebnisse der Haubentauchererfassung (Podiceps cristatus) in Berlin 2001.  - Berl. ornithol. Ber.12(2002), 132-144

Haussperling ( wird Vogel des Jahres 2002)

Der scheinbar allgegenwärtige Spatz bekommt aufgrund von Sanierungsmaßnahmen und Flächenversiegelung zunehmend Probleme. Um den aktuellen Haussperling-Bestand in Berlin besser einschätzen zu können, wurde 2001 eine flächenbezogene Haussperling-Erfassung zur Brutzeit in ausgewählten Untersuchungsgebieten durchgeführt. Die Spatzen-Arbeitsgruppe um Werner Schulz hat methodische Vorgaben für die Bruterfassungen ausgearbeitet:
Die Untersuchungsgebiete werden viermal (Mitte der Monate März, April, Mai und Juni) von Sonnenaufgang bis 12.00 Uhr, vorzugsweise an Sonntagen, begangen. Die Verweilzeit sollte 10 min/ha betragen. Je Begehung wird eine Begehungskarte ausgefüllt. Alle Kontakte mit Haussperlingen, wie Sichtbeobachtungen und Rufe, werden in die Begehungskarten mit der Anzahl eingetragen. In stärker durchgrünten Bereichen sollte auf Verwechslungsmöglichkeiten mit dem Feldspatz aufgepasst werden. Am Ende einer Begehung werden alle Zahlen addiert und als Summe für die Tageserfassung angegeben. Wenn man schon durch Siedlungsbereiche läuft, sollte auch auf Mauerseglervorkommen geachtet werden, die dann notiert und gemeldet werden sollten.

Besonders notiert werden sollten Beobachtungen
1. am Niststandort (Lage des Niststandortes beschreiben)
2. am Winter-Schlafplatz (Ort, Anzahl der Haussperlinge, Zusammensetzung der Schlafplatzgemeinschaft)
3. in ungewöhnlichen Lebensräumen (U-Bahnhöfe, Baumärkte, Großmärkte)
4. am Nistkasten (auf dem Balkon, im Garten oder Nistkastenprogramm).

Koordination: Werner Schulz

Publikationen:
BÖHNER, J.; W. Schulz & K. Witt: Abundanz und Bestand des Haussperlings (Passer domesticus) in Berlin 2001.- Berliner ornithol. Ber. 13, S. 42-62