Der Haussperling wurde bereits 2001, 2006 und 2011 im Rahmen eines umfassenden BOA-Programms auf über 30 Probeflächen kartiert. Aus den Ergebnissen ließen sich lebensraumtypische Präferenzen ableiten (besonders wichtig für die Art sind die dicht bebauten Wohnblockzonen), und es konnte gut begründet auf einen stadtweiten und offensichtlich stabilen Bestand von deutlich über 100.000 BP geschlossen werden. Somit stand nach fünf Jahren sinnvollerweise eine erneute Überprüfung des Bestands an.
Die Methodik blieb unverändert: (1) Auswahl einer ca. 25 ha großen Probefläche, die sich eindeutig einem der städtischen Lebensraumtypen Neubau-Wohnblockzone, Altbau-Wohnblockzone, Parks/Gärten, Einfamilienhaussiedlung, Industriegebiet oder Dorfstruktur zuordnen lassen, (2) jeweils eine Begehung in den Vormittagsstunden etwa Mitte März und Mitte April, (3) Zählung aller gesehenen oder gehörten Individuen. Interessant für die Auswertung, aber nicht zwingend notwendig, sind getrennte Zahlen für Männchen, Weibchen und solche Individuen, deren Geschlecht nicht erkannt werden konnte. Vorrangig sollten diejenigen Flächen bearbeitet werden, für die schon Zählungen aus den Jahren 2001, 2006 und 2011 vorliegen, da hier die Bestandsentwicklungen besonders gut verglichen werden können.

Koordination: Jörg Böhner